Feuilletonist

Kultiviert und Sprachgewandt: Das Berufsbild Feuilletonist

Ein Feuilletonist schreibt speziell für das Feuilleton, also für den Kulturteil einer Tages- oder Wochenzeitung. Damit ist er kein klassischer Journalist, was sich sowohl an den Themen, über die ein Feuilletonist schreibt, als auch an seinem typischen Schreibstil zeigt. Abweichend vom allgemein strengen Sprachgebrauch im Journalismus kann man im Beruf Feuilletonist anlassbezogen auch Szenesprache, literarische Elemente oder einen humorvollen Ton verwenden. Der Feuilletonschreiber könnte so als ein klassischer Journalist bezeichnet werden, der in einem speziellen Bereich der Berichterstattung arbeitet.

Der Alltag im Beruf Feuilletonist: Mitten in der Kulturlandschaft

Der Alltag für einen Feuilletonist oder Kulturjournalist hängt stark davon ab, an welchen Themen er arbeitet. Gerade bei großen Tages- und Wochenzeitungen gehört zum Berufsbild Feuilletonist nicht nur die Berichterstattung aus der Kultur, sondern auch eigene Beiträge. Beispielsweise äußern sich Feuilleton-Schreiber häufig zu aktuellen oder allgemeinen philosophischen oder gesellschaftlichen Diskussionen. Die Kernaufgaben sind Berichte von kulturellen Veranstaltungen und Ausstellungen, Interviews mit Künstlern und Protagonisten aus dem Kulturbereich und ähnliche journalistische Arbeiten. So sitzt man mit dem Beruf Feuilletonist nicht ausschließlich am Computer – auch wenn dort wohl die Hauptarbeit eines Feuilletonisten stattfindet.

Mit welchen Qualifikationen kann man Feuilletonist werden?

Das Feuilleton nimmt seine Rolle als Kulturteil einer Zeitung häufig recht wörtlich: Ein Feuilletonist ist in der Regel geisteswissenschaftlich und kulturwissenschaftlich gebildet und kulturell interessiert – ganz wie die Zielgruppe, für die er schreibt. Sprachtalent und Flexibilität sind für den Beruf Feuilletonist ebenfalls besonders wichtig: Neben dem Bericht gehören vor allem Essays und Kritiken zu den Textformen, die er für seine Zeitungen schreibt. Aus diesem Grund betätigen sich oft Schriftsteller und Buchautoren nebenher als Feuilletonschreiber für große Zeitungen.